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Inklusion
Das Technorama soll für alle zugänglich sein. Für möglichst stressfreie Besuche führen wir laufend neue Massnahmen ein und optimieren den Einsatz von Hilfsmitteln.
Stressfreie Ausstellungsbesuche
Zugänge schaffen mit adäquaten Mitteln
Menschen im Autismus-Spektrum oder mit anderen Neurodivergenzen können im Technorama leicht überfordert sein. Sei es von den vielen Reizen, von der Menschenmenge oder von sozialen Herausforderungen. Um ihnen einen stressfreien Besuch zu ermöglichen, haben wir die «Stille Stunde» eingeführt: Das Technorama öffnet an diesen Tagen eine Stunde vor dem offiziellen Start seine Türe. Für alle Gäste, die mehr Ruhe brauchen und viel entspannter experimentieren, wenn sie sich unbedrängt fühlen.
Die neu eingeführten Sensory Bags unterstützen den Ausstellungsbesuch: Sie beinhalten Gehörschutze, Kommunikationshilfsmittel und verschiedene sensorische Artikel, die bei der Stressregulation helfen können.
Über die Sunflower Lanyards kommunizieren Menschen, dass sie vielleicht mehr Unterstützung benötigen oder anders reagieren, als sonst erwartet wird. Unsere Gastgebenden sind froh, wenn sie auch ihnen die Unterstützung anbieten können, die ihnen wirklich hilft.
«Danke, dass das Technorama konsequent und weiterhin einen Zugang und eine Teilhabe für ALLE ermöglicht!»
Annette Kahlen, Geschäftsleiterin Stiftung Workaut, Kommentar in Linkedin
Workshops für alle
Taktile Hilfen
Im Verlaufe des Jahres konnten wir fast 30 inklusive Workshops anbieten. Nach der Buchung der Workshops überlegen wir uns, wie diese an die jeweilige Gruppe angepasst werden können. So zum Beispiel auch der Workshop «Radioaktivität im Alltag»:
Damit auch blinde Menschen im Workshop experimentieren können, wurden die verschiedenen benötigten Materialien mit Brailleschrift versehen. Eine taktile Markierung auf dem Tisch half, die Materialien zu sortieren. Für das Dokumentieren der Ergebnisse eines Versuches erstellten wir mithilfe von 3D-Druck eine taktil erfassbare Tabelle mit Brailleschrift. Mit einer Regionalgruppe des schweizerischen Blindenbundes konnten wir im Sommer den Workshop testen, was allen Beteiligten viel Spass bereitet hat!
Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeitenden
Bedürfnisse erkennen und verstehen
Neben angepassten Materialien und Räumen sowie technischen Hilfsmitteln, bilden unsere Mitarbeitenden den wichtigsten Part, um Menschen mit Behinderungen einen angenehmen Aufenthalt im Technorama zu ermöglichen. Daher ist uns sehr wichtig, dass sie die Schwierigkeiten und Bedürfnisse von betroffenen Menschen erkennen, verstehen und dass sie sich im Umgang mit ihnen sicher fühlen.
Neben kurzen Inputs, die sich über das Jahr verteilten, schulten wir Ende Jahr alle Mitarbeitenden mit Workshops von Sensability. Geleitet wurden sie von Expertinnen und Experten mit Behinderungen; unseren Mitarbeitenden ermöglichten sie einen erkenntnisreichen Perspektivenwechsel. Auf welche Hindernisse treffen wir, wenn wir im Rollstuhl im Technorama unterwegs sind? Wie können wir uns mit Langstock und der digitalen Navigationshilfe NaviLens im Haus orientieren, wenn wir nichts oder nur eingeschränkt sehen? Der Perspektivenwechsel hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck und hilft uns, Barrieren im Haus zu identifizieren und zu beseitigen.
«Die Mitarbeiter händ sich sehr angagiert. Händ mit gmacht. Extremi Hürden uf sich gno zum en Tag im Rollstuhl z bewältigen. Die händ so viel Verbesserigsvorschläg bracht die, denk ich e moll, sehr schnell umgesetzt werden. Tolles Team. Sehr verständnisvoll und mega lieb.»
Fsara Nails, Begleiterin einer Rollstuhfahrerin, Google Review
«Euer Team hat die Versuche sehr kompetent und abwechslungsreich aufgebaut. Ich gratuliere euch zu eurem gut durchdachten Angebot auch für uns sehbehinderte und blinde Teilnehmende.»
Helene Zimmermann, Schweizerischer Blindenbund, per E-Mail